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[#BekkyInShape] – Vom Stillen, dem Ex-Babybauch, dem Wohlfühlen und der Sucht

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Momentchenmal ihr Lieben,

normalerweise überarbeite und formuliere ich an denTexten meiner Blogartikel nicht lange herum. Denn hier schreibe ja ich. Ganz ohne Verstellung, sondern einfach so ich – wie ich denke und was ich sagen möchte. Da muss ich ja nicht lange drüber nachdenken ;-).

Bei diesem Artikel verhält es sich anders. Hier habe ich in der Tat viel über Formulierung, Zielsetzung meine eigenen derzeitigen Möglichkeiten und vor allem psychischen wie physischen Ressourcen nachgedacht und mich nun doch damit an die Öffentlichkeit gewagt. Auch um ein wenig Druck für mich selber herzustellen.

Ihr habt es ja schon gelesen. Ich hatte eine nicht ganz so leichte Schwangerschaft, die in ihrer zweiten Hälfte auch noch von einer sehr unliebsamen Schwangerschaftsdiabetes begleitet wurde. So gemein ich es auch fand, dass ich in dieser anstrengenden Zeit so enthaltsam gegenüber Zucker und Kohlenhydraten leben musste, wenn ich ganz ehrlich bin, ging es mir nach der Ernährungsumstellung körperlich (abgesehen von dem riesigen Bauch, der ja aber nun mal den MiniMoment beherbergte) so gut wie selten zu vor. Kein unangenehmes Völlegefühl, kein „nach dieser Zuckerbombe muss ich sofort etwas herzhaftes essen“-Gefühl und ja eine wunderbar tolle Haut.

Jetzt ist die Schwangerschaft um und die Diabetes zum Glück verschwunden. Und ich? Der Stress der anfänglichen Zeit mit einem Neugeborenen und die üblichen Problemchen am Anfang (Stillen, Schlafmangel, Erschöpfung, Hormone, überlaufende Glücksgefühle) haben meine guten Vorsätze – nicht gänzlich wieder in alte Muster zu verfallen – schnell zunichte gemacht. Nach 3 1/2 Monaten mit Baby sind diese ganzen Problemchen zwar nicht wie weggeblasen (Schlaf, mein Schatz wo bist du? Nachtigall ick hör dir trappsen…) aber der Alltag spielt sich langsam aber sicher ein, sodass auch mal wieder Raum dafür ist, darüber nachzudenken wie man sich zukünftig in Punkto Ernährung und Bewegung verhalten will.

Primär soll es hier gar nicht um eine Gewichtsreduktion gehen, denn ich stille noch voll und der MiniMoment soll seine Milch noch bekommen solange er sie möchte. Es geht mir vielmehr darum meine bisherige Ernährungsweise zu hinterfragen, zu schauen was kann ich in meinem Alltag umsetzbar einführen und was mache ich eigentlich auch schon ganz gut. Daher werde ich auch nicht wieder wie während der Diabetes meine Kohlenhydratzufuhr drastisch beschneiden, sondern lediglich darauf achten das ganze gesünder zu gestalten. Dazu kommt natürlich auch die Überlegung, was lebe ich meinem Kind vor? Noch bekommt er davon vielleicht nicht allzu viel mit, aber sobald er anfängt mitzuessen bzw. am Tisch Platz zu nehmen, sollte man ihm in Sachen Ernährung mit gutem Beispiel vorangehen.

Ich beschäftige mich schon lange mit dem Thema gesunder Ernährung und habe das eigentlich auch ganz gut drauf. Mein Verhängnis sind die süßen Versuchungen, die vor allem abends schnell einmal ausarten. Ich kenne mich aber zwischenzeitlich gut genug, dass ich weiß, dass Verbote bei mir in die falsche Richtung laufen. Das Stück Kuchen oder der Schokoriegel sind da auch nicht das Problem. Wie bei den meisten Dingen macht es da einfach die Masse.

Daher habe ich mir mein ganz eigenes, sagen wir an meinen Alltag angepasstes, „Clean Eating Prorgamm“ überlegt. Und ich denke, wenn man diese sechs Grundsätze befolgt, kann man guten Gewissens sagen: „Ich ernähre mich vorbildhaft und gesund“. Hier also mein Plan für die nächsten Wochen (Änderungen nach Test vorbehalten ;-)).

****

1.) Wasser

Mindestens 2,5 besser 3 Liter am Tag. Kurbelt einfach unheimlich den Stoffwechsel an und ist beim Stillen sowie unheimlich wichtig. Als Wasser gilt bei mir: Tee, Sprudel, Leitungswasser und stark verdünnte Saftschorle. Ich habe gemerkt, ich trinke zwar viel, aber nicht genug, Daher werde ich mir angewöhnen, zusätzlich vor und nach jeder Mahlzeit ein Glas (300ml) Wasser zu trinken. So muss ich nicht unnötig nachrechnen, sondern weiß, dass ich so genug trinke.

2.) Vollwertig ~ gesund ~ ausgewogen

Das mache ich eigentlich schon lange. Ich esse viel Gemüse und Salat, und greife meistens zu Vollkorn anstatt Weizenmehlprodukten. Darauf werde ich noch mehr achten. Häufig stehe ich sehr kurzfristig vor der Frage „Was esse ich heute?!“ Und dann hilft der Blick in den Kühlschrank auch nicht mehr viel, denn meistens ist die Zeit schon knapp oder die Inspiration geht gerade flöten, weil der MiniMoment meine volle Aufmerksamkeit fordert. Dem möchte ich Abhilfe schaffen, indem ich 1-2 Mal/Woche plane was ich wann esse. Da ich das schon oft versucht habe und immer wieder irgendwie scheiter, ist das Minimumziel erstmal, mich zu fragen welches Gemüse ich heute essen möchte und dann meine Mahlzeit darum zu planen. So haben Pizza, Nudelpfanne und Co. erstmal nicht mehr so leichtes Spiel.

3.) Du bist was du isst

Ein Motto, an das ich mich jetzt öfter erinnern möchte. Ich studiere schon lange die Inhaltsstoffe auf sämtlichen Verpackungen, weswegen der Monsieur mit mir nicht gern einkauft (Das daaaaauert heute wieder bei dir). Da ich aber meinen Zuckerkonsum einschränken möchte, werde ich wieder vermehrt auf die Packungen schauen. Lange Zutatenlisten sind mir ein Greuel, denn die ganzen unaussprechlichen Inhalttsstoffe können einfach nicht so der Burner sein. Da greif ich lieber zu Naturjoghurt, ein paar frischen Erdbeeren und wenn nötig etwas Honig anstatt zum Fertigprodukt mit Glukose-Fruktose-Sirup. Daher gilt nun: In der Kürze liegt die Würze. Mehr als fünf Zutaten sollte ein Produkt nicht unbedingt haben. Vor allem zugesetzen Zucker nicht.

4.) Regional und saisonal

Wir kennen es nicht anders, im Supermarkt erwartet uns in der Gemüse- und Obstabteilung ein Sammelsurium fremder wie heimischer Genüsse zu jeder Jahreszeit. Wenn ich möchte kann ich Erdbeeren im Dezember essen (die schmecken mittlerweile sogar). Grundsätzlich finde ich es auch prima, diese Vielfalt an Gemüse zu haben. Dennoch möchte ich versuchen, mich wieder etwas mehr an deren Saison zu orientieren und darauf zu achten woher es stammt. Ich kaufe wirklich gern beim Discounter, aber häufig auch immer nur das gleiche Gemüse. Ganz aus Verlegenheit und auch weil man heimische Exoten dort oft gar nicht bekommt. Daher werde ich jetzt vermehrt mal den kleinen Gemüselädchen einen Besuch abstatten und schauen, was man aus den dort verfügbaren heimischen Exoten zaubern kann.

5.) Move!

Da mein Rückbildungskurs eben erst angefangen hat, bin ich einfach noch nicht in der Lage nen Halbmarathon zu laufen. Langfristig möchte ich aber gern meine Muskeln wieder auf trab bringen (Außer den Bizeps, der wächst dank meines 8kg Wonneproppen von ganz allein :-)). Damit fange ich jetzt schon an. Spazierengehen kann man mit dem MiniMoment nämlich eigentlich prima. Es sei denn man will nicht mehr im Wagen liegen aber nun gut. Frische Luft tut uns beiden auf jeden Fall gut und die Bewegung sowieso. Nach der Rückbildung möchte ich dann gern auch mal wieder etwas für mich tun. Pilates oder Aquafitness. Oder beides. Mal schauen. Jetzt gilt erstmal: Popo hoch von der Couch!

6.) Gönnen können

Eigentlich einer der wichtigsten Grundsätze für mich. Jeder is(s)t da anders, aber ich habe während meiner Diabetes nie aufgehört, das Verlangen nach einem Stück Kuchen, einem Stück Schokolade o.ä. zu haben. Vielleicht ist das bei mir einfach so einprogrammiert. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man nach Schokolade süchtig sein kann wie nach einer Droge. Aber das Mantra der Diätbücher, die versprechen „Nach 10 Tagen Verzicht auf Zucker, wollen sie den gar nicht mehr“ kann ich nicht mehr hören. Es stimmt einfach für mich nicht. Und da das Backen und ja auch das Kuchenessen in Cafés eines meiner größten Hobbies ist, werde ich es nicht aufgeben. Und ich finde das wäre auch kein gutes Beispiel für den Mini. Denn wie gesagt, ich mache hier keine Diät, ich versuche eine alltagstaugliche Ernährungs- und Bewegungseinstellung (vor) zu leben und da gehören für mich auch Kuchen und Süßigkeiten dazu. Und auch wenn jeder selber entscheiden soll, wie er sich ernährt, werde ich immer ein wenig traurig, wenn ich im Netz über Rezepte für Schokokuchen ohne Mehl, Zucker, Butter und Schokolade stolpere. Denn wo bleibt dabei dann noch der Spaß?

****

Um den Druck für mich noch etwas größer zu machen und euch einen Mehrwert zu bieten, werde ich euch jede Woche ein von mir getestetes, zum Plan passendes Rezept vorstellen und kurz berichten wie es mir ergangen ist. Auf Instagram und Facebook kommen sicherlich auch mal öfter ein paar Updates zu #bekkyinshape.

Alles Liebe,

Rebekka

6 Kommentare zu “[#BekkyInShape] – Vom Stillen, dem Ex-Babybauch, dem Wohlfühlen und der Sucht

  1. Wundervoller Beitrag und ganz ehrlich: deine Gedankengänge sind perfekt! Du hast dir eine super Mischung ausgesucht, die man auch langfristig leben, vorleben und überleben kann 😉 Ich bin sehr gespannt wie deine Umstellung weiter verläuft 🙂 Liebe Grüße
    Jenny

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