Caro Columna

Der Traum vom Eigenheim I

Momentchenmal Ihr Lieben,

erinnert Ihr Euch an den LBS-Werbespot, in dem ein kleines Mädchen erklärt:„Wenn ich groß bin, werde ich Spießer!“? Klar, den Werbespot fand ich als Teenager witzig, aber Spießer werden? Ach, nee, das ist total langweilig, konservativ und dein ganzes Leben ist dann schon vorprogrammiert – so mit Reihenhaus, Gartenzwergen und Einbauküche.

Aber wie langweilig wäre das Leben ohne Veränderung? Und so wurde in den letzten beiden Jahren der Wunsch nach einem Eigenheim bei mir und meinem Freund immer größer. Mit dem ersten Job hatten wir die Möglichkeit unser Leben zu genießen und trotzdem zu sparen. Der eine Euro wanderte auf das Sparbuch, der andere in den Bausparvertrag. Denn die beste Altersvorsorge ist schließlich mietfreies Wohnen im Alter. Neben diesen finanziellen und rationalen Überlegungen kamen noch emotionale Gründe mit der Zeit dazu: Spießertum bedeutet doch schließlich nicht das Ende des Lebens, sondern bietet Planungssicherheit, Komfort und Freiheit.

Finanzielle Grundlage

Und so begannen wir vor einem knappem Jahr uns auf die Suche nach einer Immobilie zu begeben. Voraussetzung hierfür ist zu wissen, wieviel Haus man sich leisten kann. Hierfür ging es zunächst zur Bank: Das Eigenkapital wird gecheckt, die Bausparverträge durchleuchtet und die Einkünfte addiert. Aus diesen drei Faktoren ermittelt die Bank eine Kreditsumme, die sie Einem zur Verfügung stellen würde. Glücklich kann sich Derjenige schätzen, der sein Eigenheim aus der Portokasse zahlen kann.

Der Beginn der Suche

Erster Schritt war das Anlegen eines Kundenkontos bei Immobilienscout24. Ich habe einige Immobilienbörsen miteinander verglichen. Hier hatte Immobilienscout24 das umfangreichste Angebot: Die gängisten Banken, Wohnungsbaugesellschaften und Bausparkassen stellen hier ihre Angebote online. Dazu kommen noch einige private Anbieter und unabhängige Makler.

Am Anfang waren wir uns nicht sicher nach was wir eigentlich suchen: Wohnung oder Haus? In der Stadt, stadtnah oder in der Umgebung? An der oberen Grenze des möglichen Kredits oder lieber etwas darunter? Bezugsfertig oder renovierungsbedürftig?

Mein Tipp: Erstmal anfangen! Von Besichtigung zu Besichtigung kristallisiert sich immer mehr heraus, wo und wie man wohnen möchte. Was zunächst ein No-Go ist, wird irgendwann akzeptabel. Man lernt, dass nicht nur das Aussehen der Immobilie zählt, sondern auch die inneren Werte wie Heizungsform und Lage.

Erste Erkenntnisse

Mein Freund ist in einer Wohnung aufgewachsen und ich in einem freistehenden Einfamilienhaus. Dementsprechend tendierte er zu einer Eigentumswohnung und ich zum Haus.

Die Wohnung ist natürlich Eigentum – keine Frage. Trotzdem ist man durch die Eigentümergemeinschaft immer an die weiteren Eigentümer gebunden. Sind Dinge zu beschließen, muss daüber abgestimmt werden. Frei ist man in seinen Entscheidungen daher nur bedingt. Dafür werden finanzielle Lasten auf mehrere Parteien aufgeteilt. Man kann sich mit seinen „Mitbewohnern“ super verstehen und eine tolle Gemeinschaft bilden, die laute Musik und der Zigarettenqualm des Nachbarn können jedoch erheblich stören und die Reinigung des Treppenhauses ist immer wieder gerne Anlass für Streitigkeiten.

Ein Haus ist für mich im Gegensatz dazu der Inbegriff eines Eigenheims. Hier kann man tun und lassen was man will. Du willst eine grüne Haustür? Dann bau sie ein! Hier kannst Du auch im Schlafanzug in den Keller huschen. Dein Flur ist nicht gefegt? Who cares! Geht jedoch das Dach kaputt, kannst du die Reparatur selbst zahlen.

Des Weiteren ist die Lage mit das wichtigste Kriterium der Immobiliensuche. Dabei kann man eigentlich eine einfache Gleichung aufmachen: stadtnah = teurer, stadtfern = billiger. Doch wann ist stadtfern zu fern? Das muss Jeder für sich selbst entscheiden: Wie weit ist der Weg in die Arbeit? Wo wohnen Familie und Freunde? Hat man ein Auto oder ist man auf den ÖPNV oder das Fahrrad angewiesen?

Auch der Zustand einer Immobilie ist wichtig: Einzugsfertig bedeutet weniger Stress und mehr Komfort, aber auch einen höheren Kaufpreis. Renovierungsbedürftig bedeutet mehr Eigeninitiative, wenn die Handwerker zu teuer sind und Zeitverlust, aber auch einen geringeren Kaufpreis und mehr Möglichkeiten seine eigenen Ideen zu verwirklichen.

Dazu kommen noch Faktoren, an die man zunächst gar nicht denkt: Wie heize ich und wieviel kostet mich die Heizungsform? Wie hoch ist das Hausgeld bei einer Wohnung? Und für mich sehr wichtig: Wie katzenfreundlich ist die Immobilie?

Das Ende unserer Suche…

… ist ein Reihenmittelhaus! Und warum haben wir uns gerade für diese Immobilie entschieden? Ganz einfach: Es hat „klick“ gemacht. Das Haus ist nicht perfekt, einige Schönheitsreparaturen stehen an, aber es war die erste Immobilie, in der wir uns wirklich wohnen sehen: Morgen in dieser Küche sitzen, abends am Kamin lümmeln und im Sommer auf der Terasse grillen. All das, was wir in anderen Immobilien vermisst haben, ist hier vorhanden. Der Kaufpreis liegt genau in unserem geplanten Budget, die Lage ist eher stadtfern, aber gut angebunden. Die Wohfläche ist mehr, als wir geplant haben, aber auch nicht zu groß. Und das Allerwichtigste: Die Katze kann bequem über die Terassentür auf Mäusejagd gehen. 😉 Die Zusage fiel uns daher nicht schwer.

Wie es dann mit Notar, Kaufvertrag und Finanzierung weiterging, erzähle ich Euch bald.

Eure Caro

3 Kommentare zu “Der Traum vom Eigenheim I

  1. Hi Caro, herzlichen Glückwunsch zum Eigenheim. In deinem Text finde ich mich wieder. Wir brauchten zwei Jahre zur richtigen Immobilie für uns und nun sind wir überglücklich und gestalten unser Leben…Viel Spaß dabei. Kleiner Tipp, bevor ihr größere Anschaffungen macht immer einmal drüber schlafen 🙂

    • Hallo,

      vielen lieben Dank für Deinen netten Kommentar. Wir sehen das genauso wie Ihr: Unser neues Projekt heißt „Haus“. Dieses Projekt zu gestalten und voran zu bringen, wird euns einige Zeit beschäftigen, aber hoffentlich sehr glücklich machen! Darauf freuen wir uns schon sehr.
      Caro

  2. Pingback: Der Traum vom Eigenheim I | blindfold windows

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