Ausgelesen/Persönlich/Rebekka

Herbstzeit = Lesezeit: Die Leseratten empfehlen

Momentchenmal ihr Lieben,

einige Zeit ist vergangen, seitdem wir unsere letzten Buchempfehlungen gegeben haben. Und die Bücher, die ich seitedem gelesen habe und euch gern ans Herz legen möchte, stapeln sich seitdem bei mir regelrecht. Ich lese eigentlich das ganze Jahr hindurch sehr viel, aber zugegeben der Herbst ist schon eine tolle Jahreszeit zum Lesen. In eine Decke eingemummelt mit einer Tasse heißem Kakao und ein paar Keksen gemütlich gemacht, kann man sich wunderbar in die Phantasiewelten entführen lassen.

Heute möchte ich euch deshalb zwei meiner Lieblinge vorstellen, die eigentlich unterschiedlicher nicht sein könnten. Den Anfang macht ein Buch aus einem Genre, dass ich normalerweise nicht so häufig in die Hand nehme: Ein Thriller aus dem Hause Adler Olsen. Politthriller lese ich eigentlich sehr gern, aber so „blutrünstige Thriller“ schrecken mich meist ein wenig ab. Das liegt aber nicht daran, dass sie schlecht geschrieben sind, sondern eher an meiner Phantasie. Ich kann mich einfach immer zu gut in Bücher (und auch in Filme übrigens…) hineinversetzen und da ich vorzugweise abends im Bett lese, ist so ein richtiger Thriller nicht unbedingt förderlich für die entspannte Nachtruhe.

Aber als ich eines Tages „nichts mehr zu lesen“ hatte, ist mir der erste Teil der Adler Olsen Reihe in die Finger gefallen und ich habe mich entschieden über den Tellerrand hinauszublicken und es nicht bereut. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und die folgenden Exemplare ebenfalls ergattert. Heute stelle ich euch Teil drei Serie um Kommissar Carl Morck vor. Man muss die Bücher nicht zwingend der Reihe nach Lesen, da die Geschichten in sich abgeschlossen sind. Dennoch kurz zur Hauptperson:

Carl Morck ist ein schwieriger Charakter und bei seinen Kollegen nicht unbedingt beliebt. Nachdem er bei einem brenzligen Fall nur knapp mit dem Leben entkommen ist, hat sich die Situation nicht wirklich verbessert. Da kommt es seinen Vorgesetzten gerade recht, dass die Regierung ein Sonderdezernat einrichten möchte, dass sich mit alten ungelösten Fällen beschäftigen soll. Schon wird Carl alleiniger Herrscher über das Sonderdezernat Q, das zwei kleine Büros im Keller des Präsidiums bezieht. Man dachte sich wohl „aus den Augen aus dem Sinn“. Nicht so mit Carl jedoch. Mit Hilfe der Putzkraft Assad löst er erfolgreich, die ihm vorgsetzten Fälle.

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So auch den dritten. Worum geht’s? Eine alte vergessene Flaschenpost, die Jahre zuvor an der irischen Küste angespült wurde, wird zufällig wiederentdeckt und landet auf Carls Schreibtisch. Schnell steht fest: die Nachricht wurde mit Blut geschrieben. Es ist der letzte Hilfeschrei zweier Jungen, die Jahre vorher entführt worden waren. Seltsam ist jedoch, dass sie nie vermisst gemeldet wurden. Carls Recherchen führen ihn in Kreise religiöser Sekten und er kommt bald zu der Erkenntnis, dass der Täter immer noch aktiv ist.

Olsen gelingt es, den Spannungsbogen kontinuierlich aufzubauen. Immer wieder bekommt der Leser auch Einblick in die Denkmuster und Hintergründe des Täters und man kann mitverfolgen, wie Carl die Puzzleteile nach und nach zusammenlegt und die Schlinge um den Täter immer enger zieht. Wahnsinnig spannend und gleichzeitig unterhaltsam geschrieben. Dafür gibt es die volle Punktzahl!

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Meine zweite Buchempfehlung kommt aus einer ganz anderen Richtung. Im meiner ersten Review habe ich euch schon den Debütroman von Abbas Khider vorgestellt. Aber „Die Orangen des Präsidenten“ aus dem Jahr 2013 solltet ihr euch ebenfalls nicht entgehen lassen, wenn euch schon das erste Buch gefallen hat. Obwohl Khider nicht in seinre Muttersprache schreibt, habe ich selten einen Autor erlebt, der Worte so wunderschön benutzt.

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Damit ihr euch ein Bild machen könnt was ich meine, hier mal der erste Absatz des Buches:

„Meine Mutter weinte, wenn sie sehr glücklich war. Sie nannte diesen Widerspruch „Glückstränen“. Mein Vater dagegen war ein überaus frühlicher Mensch, der überhaupt nicht weinen konnte. Und ihr Kind? Ich erfand eine neue, melancholische Art des Lachens. Man könnte es als „Trauchrlachen“ bezeichnen. Diese Entdeckung machte ich, als mich das Regime packte und in Ketten warf.“

Auf angenehm kurzweiligen 157 Seiten beschreibt Khider die Reise des jungen Mahdi, der am Tag seiner Abiturprüfung durch ein Missverständnis unschuldig von Regime Saddam Husseins inhaftiert wird. Grausamer Gefägnisalltag unf Folter bestimmen fortan sein Leben. Zum Geburtstag Husseins wird eine Amnestie in Aussicht gestellt. Stattdessen bekommt jeder Häftling nur eine Orange. Mahdi bleibt sich in dieser furchtbaren Zeit treu, in dem er zum Geschichtenerzähler wird.

Für dieses kleine Meisterwerk gibt es von mir erneut die volle Punktzahl!

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Habt ihr auch tolle Bücher entdeckt, die ihr empfehlen könnt? Ich bin da immer ganz offen für Vorschläge 🙂

Alles Liebe,

Rebekka

Ein Kommentar zu “Herbstzeit = Lesezeit: Die Leseratten empfehlen

  1. Pingback: Die Blogger schenken mal wieder #Lesefreude – ****GEWINNSPIEL**** | Momentchenmal

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