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Im Babyfieber: „Momentchenmal, ist das Rohmilchkäse?“

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Momentchenmal ihr Lieben,

wo die Caro ja hier so tolle Ernährungsexperimente veranstaltet (an dieser Stelle mal Hut ab: ohne Fleisch hätte ich ja schon so meine Probleme, aber ohne Käse?!), wollte ich euch mal wieder etwas zu meinem derzeitigen Experiment auf dem Laufenden halten: Momentchenmal goes Baby!

Sobald der erste Schwall an Glückshormomen über das kleine Wesen im Bauch ausgeschüttet wurde, fängt frau sich an zu fragen: „Und jetzt? Da war doch was von wegen keinen Käse essen oder? Darf ich jetzt eigentlich noch fliegen? Was ist, wenn ich krank werden? Pflanzliche Mittel werden doch wohl ok sein, oder?“ Und dann kommt der erste folgenschweren Fehler: Frau fängt an zu googeln! (Hinweis: Googeln ist übrigens auch bei allen möglichen Symptomen, die man während einer Schwangerschaft so hat ganz fatal). Nun gut, informieren muss man sich ja aber irgendwie. Ich habe viele Dinge einfach meinen Frauenarzt gefragt. Vielleicht habt ihr ja auch schon eine Hebamme, die euch in eurer Schwangerschaft begleitet, die ihr ebenfalls mit Fragen löchern könnt. Ich habe mir dazu noch das Buch „Schwangerschaft und Geburt“ gekauft. Hierin erklären Frauenarzt und Hebamme Seite an Seite den Ablauf der 40 Wochen, was in welchem Monat passiert, wie es Mutter und Kind wann wie geht, welche Untersuchungen sinnvoll sein können, Tipps zum Essen und vieles mehr.

Damit ihr nicht auch anfangen bei Null anfangen müsst, stelle ich hier mal ein paar Ergebnisse meiner Recherche vor. Ganz wichtig: Das sind die Ergebnisse meiner Recherchen wie sie für mich persönlich gut funktionieren. Aber natürlich ist jeder Mensch verchieden und auf viele Dinge gibt es einfach nicht die richtig oder falsch Antwort.

Ein paar generelle Regeln kann man aber ziemlich leicht befolgen:

  • Nicht rauchen/Keine Drogen
  • Kein Alkohol (ich freue mich jetzt schon auf mein erstes Gläschen Wein!)
  • Nur durchgegartes Essen
  • Nicht schwer heben
  • Das Katzenklo wem anders überlassen (so ein Mist… ;-))

Was ihr darüber hinaus noch beachten möchtet, ist – wie gesagt – dem eigenen Gewissen überlassen. Eines solltet ihr euch allerdings immer wieder sagen: „Ich mach mich nicht verrückt“. Denn auch wenn man das Baby natürlich keinem Risiko aussetzen will, so sollte frau auch darauf achten, sich nicht zu sehr mit all den Regeln zu stressen, denn das ist bekanntlich auch nicht gesund. Versucht am besten einen guten Mittelweg für euch und das Baby zu finden. Ich stelle mir immer vor, dass mein Verzicht meine ersten kleinen Geschenke an den Krümel sind. Dann geht es irgendwie leichter.

Essen und Trinken

Dieses Thema ist sicherlich das komplexeste während einer Schwangerschaft. Hierzu könnte man ganze Doktoarbeiten schreiben (Hat man vermutlich schon). Beim Essen ist aber eigentlich nur der folgende Grundsatz essentiell: Alles was bakteriell befallen oder gespritzt sein könnte meiden! Was heißt das? Der menschliche Körper kommt in seinem „Normalzustand“ mit einer Reihe Angriffen ganz wunderbar klar. Wenn man also mal ausnahmsweise eine ungewaschene Cocktailtomate nascht, stirbt man nicht gleich. Das liegt aber auch daran, dass der eigene Körper in den bisherigen 20 bis 30 Jahren Zeit genug hatte, sich für solche Angriffe zu wappnen. Das kleine Wesen im Körper hatte diese Chance bisher aber noch nicht! Und da alles was Mama schlemmt ohne Umwege zu Baby wandert, kann das erhebliche Komplikationen, Entwicklungsschäden und Frühgeburten verursachen. Woran erkenne ich nun welche Lebensmittel möglicherweise belastet sind? Hier gilt die Devise: je natürlich belassener, desto schneller die Möglichkeit des „schlechtwerdens“. Es gilt also vorzugsweise für rohe Produkte: Rohmilchkäse (der muss in Deutschland im Supermarkt gottseidank ausdrücklich gekennzeichnet sein), rohe Eier (Vorsicht Salmonellen!), rohes Fleisch aber auch Serrano Schinken, Salami, roher Fisch, keine frischen Fertigprodukte (Besp. fertige Brötchen beim Bäcker), etc. Alles was durchgegart ist, ist also sehr viel unbedenklicher.

Beim Gemüse und Obst ist es entscheidend darauf zu achten, dass es gut gewaschen wurde. Denn auch an der Schale können Erreger haften. Übrigens die gleichen, die ihr euch beim Katzenklo einfangen könnt und die etwas auslösen das sich Toxoplasmose nennt. Jetzt bedeutet das für einige werdende Mamis, dass sie im Restaurant keinen Salat mehr essen. Denn weiß man, ob der Koch den auch wirklich gut gewaschen hat? Soweit würde ich persönlich nicht gehen (kommt natürlich auf das Restaurant an…), aber das ist eben  Ermessenssache!

Dann gibt es noch Lebensmittel und Getränke, die man meiden sollte, weil sie wehenfördernd sind. Dazu gehören viele Kräutertees, aber auch Ingwer und Zimt, also einige Gewürze. Hier ist allerdings auch die Menge entscheidend. Mein Problem dabei ist nur immer: Welche Menge ist denn nun wirklich unbedenklich? Koffein/Teein sollte eingeschränkt werden, weil es ungefiltert beim kleinen Kreislauf ankommt. Ich beschränke mich auf eine Tasse schwarzen Tee am Tag. Hier wieder: es ist eigene Ermessenssache ob man ganz verzichtet. Habt ihr hier Zweifel, holt euch Rat bei Arzt und Hebamme!

Medikamente

Nehmt nichts ein ohne eure Hebamme oder euren Arzt zu fragen. Auch hier: Google ist keine zuverlässige Quelle! Ich habe beispielsweise lange unter der fürchterlichen Übelkeit gelitten. Was aber tun, wenn man im Büro sitzt und die Toilette einfach noch einmal 100 Meter weiter weg ist? Es gibt da kleine Helferlein, wenn Tee und Zwieback einfach nicht funktionieren. Allerdings muss man etwas an sie glauben: Homöopathie. Mir haben die kleinen Globulikügelchen nachhaltig Linderung verschafft. Ob das jetzt an der schieren Verzweifelung lag, dass einfach irgendwas helfen muss oder an der tatsächlichen Wirkung – keine Ahnung. Solltet frau trotz aller Vorsicht mal eine Grippe bekommen, geht man am besten zum Hausarzt und weist auf die Schwangerschaft hin. Der Arzt kann dann ermessen welche Medikamente nötig und auch möglich sind ohne eurem Würmchen zu schaden.

Reisen

Ich habe euch ja schon von meiner Reise mit Babybauch erzählt. Mit dem Auto zu reisen geht eigentlich ganz gut. Allerdings werden längere Strecken je größer der Bauch auch umso beschwerlicher. Grundsätzlich sollte man einfach häufiger mal ein Päusschen machen, etwas spazieren gehen und die Beine etwas auslockern.

Mit dem Fliegen ist das schon wieder eine ganz andere Sache. Hier scheiden sich etwas die Geister, wie dieser Artikel in der FAZ auch ganz gut schildert. Wichtig zu wissen: Fluggesellschaften nehmen schwangere Frauen häufig ab der 27.-30. Schwangerschaftswoche (also im ca. 7. Monat) nicht mehr einfach so mit. Hier empfiehlt es sich ein ärztliches Attest mitzuführen, wenn man unbedingt fliegen muss.

Welche Gefahren gibt es für Mutter und Kind? Zunächst ist da mal das erhöhte Thromboserisiko. Dem kann man aber mit regelmäßigem Aufstehen, viel trinken und Stützstrümpfen entgegensteuern. Dann ist da noch die Strahlenbelastung aufgrund der Flughöhe über die sich Experten ebenso nicht ganz klar sind. Achtung: ein großer Irrtum: Die Metalldetektoren an Flughäfen sind nicht schädlich!!! Folgendes ist mir am Flughafen passiert: Ein netter junger Sicherheitsbeamter fragte mich (meiner Meinung nach überflüssigerweise, da die Kugel nicht zu übersehen war): „Sind Sie schwanger?“ Auf mein Bejahen reagierte er dann: „Ey, dann müssen Sie da nisch dursch! Das ist voll Strahlung!“. Ich habe den aufmerksamen jungen Mann nicht korrigiert, weil ich so einfach an der Securityschlange vorbeihuschen konnte und von einer netten Dame ganz ohne „Strahlung“ abgetastet wurde. Fakt ist jedoch: Es handelt sich hier um nicht schädliche Metalldetektoren, nicht um Röntgenapparate! Wenn man beispielsweise also beruflich noch mit dem Flugzeug reisen muss, ist das eigentlich kein Problem. Vor allem, wenn es sich um innerdeutsche oder Kurzstrecken handelt. Ob man das will bzw. muss steht natürlich wieder auf einem anderen Blatt.

Ihr seht, es gibt eine ganze Reihe Dinge zu beachten. Und es ist sicherlich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Also denkt immer dran: „Mein Verzicht sind meine ersten kleine Geschenke für Baby“.

Hier findet ihr alle weiteren Artikel zu Momentchenmal, ein Baby?!

Alles Liebe,

Rebekka

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