Aufgetischt/Caro Columna/Kochrezepte

Lou`s Kartoffelsuppe

Momentchenmal Ihr lieben Hungrigen,

ich hatte das sehr große Glück mit meiner Oma in einem Haus gemeinsam aufzuwachsen. Dieser Umstand brachte es mit sich, dass ich nach jedem Schultag von ihr mit frischer deutscher Hausmannsskost verwöhnt wurde. So bin ich mit Rouladen, Eißbein, Himmel und Ääd und diversen Suppen groß geworden. Zugegebenermaßen war dies für mich als Kind selbstverständlich und als Teenager waren Spaghetti angesagter als Kartoffeln und Pizza leckerer als Rheinische Bohnensuppe. So brachte ich den Gerichten wohl nicht immer die verdiente Dankbarkeit entgegen. Erst als Studentin mit eigenem Haushalt entdeckte ich die traditionelle Küche wieder, holte mir den ein oder anderen Zubereitungstipp bei Oma und frierte mit Begeisterung das von ihr Zubereitete ein. Nachdem sie sich in den Himmel aufgemacht hatte, aß ich eines Tages schweren Herzens die letzte eingefrorene Portion Grüne Bohnensuppe. Ja, so kann man sich auch kulinarisch an einen besonderen Menschen binden… Seitdem koche ich gezwungenermaßen die Suppen meiner Kindheit selbst nach und hoffe dabei immer auf einen guten Rat von oben. Heute möchte ich Euch eins dieser Exemplare vorstellen: Die Kartoffelsuppe frei nach Oma Louise!

 

kartoffelsuppe_2

1 kg Kartoffeln (am Besten mehlig kochend)

400 gr Möhren

100 gr Lauch

150 gr Knollensellerie

2 mittelgroße Tomaten

1 Handvoll Petersilie

Salz & Pfeffer, evtl. Muskatnuss

Pürierstab

Hunger

kartoffelsuppe

1. Im ersten Schritt müsst Ihr Euch an die Strafgefangenenarbeit schlechthin begeben und Kartoffeln schälen. Anschließend würfelt Ihr sie.

2. Die Möhren schält und würfelt Ihr ebenfalls.

3. Gegebenenfalls holzige Stellen des geschälten Knollenselleries entfernen und würfeln.

4. Diese drei Zutaten kocht Ihr mit 1,5 Liter Wasser solange, bis sie weich sind.

5. Währenddessen schneidet Ihr den Lauch der Länge nach an und dann in feine Ringe. Ihr müsst ihn unbedingt ordentlich waschen, da Ihr sonst Sand zwischen den Zähnen haben werdet. Anschließend den Lauch in den Kochtopf geben.

6. Die Tomaten schlitzt Ihr an der Unterseite kreuzförmig ein und kocht sie wenige Minuten in der Suppe mit. Dann holt Ihr sie wieder raus, zieht die Haut ab und gebt sie zerkleinert wieder zurück.

7. Die Petersilie zerhackt Ihr und kocht sie mit.

8. Wenn alle Zutaten weich gekocht sind, hat der Pürierstab seinen großen Auftritt.

9. Mit Salz und Pfeffer und, wenn Ihr mögt mit etwas frischgeriebener Muskatnuss schmeckt Ihr die Suppe ab und gebt bei Bedarf noch Wasser hinzu, da sie durch die Kartoffelstärke eindickt.

Dazu passt eine dicke Scheibe frisches Graubrot. Wenn Ihr ein bisschen experimentierfreudiger seid, könnt Ihr Euch mir anschließen: Traditionellerweise gab es zur Kartoffelsuppe immer einen leckeren Pfannkuchen (so ein dicker, mit Apfel oder Pflaume oder Kirschen und einer dicken Zuckerschicht). Dieser darf auf  keinen Fall einzeln gegessen werden, sondern gehört zerkleinert in die Suppe! Vertraut mir!

Guten Appetit!

Caro

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