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Tarzan im Schwabenländle

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Momentchenmal Ihr lieben Reisenden,

vor einiger Zeit haben mein Freund und ich Eintrittskarten für das Musical „Tarzan“ in Stuttgart geschenkt bekommen. Von Anfang an war klar, dass wir nicht nur für eine Nacht ins Schwabenländle fahren würden, sondern planten das ganze Wochenende ein. So waren wir vom letzten Freitag bis Sonntag in Stuttgart.

Unser Hotel

Das Übernachtungsziel war das Fontana Pullman Hotel in Stuttgart-Vaihingen. Es handelt sich hierbei um ein 4* Superior-Hotel und gehört zur Accor-Hotelkette.

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Gefunden habe ich es über das Buchungsportal Trivago (verführt von der Werbung…). Das Fontana Pullman Hotel hat sehr gute Bewertungen, wirbt mit einem Spa-Bereich auf 1.200qm und die Fotos versprechen moderne Zimmer. Weitergeleitet von Trivago auf die Hotel-Homepage konnten wir ein Nichtraucher-Zimmer mit Doppelbett und Frühstücksbuffet für 75€/Nacht/Zimmer buchen. Die Benutzung des Spa- und Fitnessbereiches sowie WLan und eine Flasche Mineralwasser aus der Minibar waren inklusive.

Die Lage ist für Musicalbesucher nahezu optimal. Direkt am Vaihinger Bahnhof und an der U-Bahn-Haltestelle gelegen, sind das Apollo und Palladium Theater mit dem ÖPNV in knapp 20 Minuten zu erreichen. Ein bisschen kürzer ist die Fahrt mit dem Auto.

Unser erster Eindruck war: Mist, wir haben die falschen Klamotten an! Es ist eben ein 4* Hotel und dementsprechend ist die Atmosphäre. Alles ziemlich gediegen, das Personal sehr korrekt und recht viele Business-Reisende zugegen. Wir mögen diese Stimmung sehr. Gefühlt ist man mit Betreten der Lobby mindestens eine Gehaltsklasse höher gestiegen. 😉 Wenn man sich gerne in gepflegter, ruhiger Hotel-Atmosphäre aufhält, ist dieses Hotel richtig. Wenn man das alles zu spießig findet, sollte man sich was anderes suchen.

Unser Zimmer war in der dritten Etage, dessen Stil ich als eine Mischung aus schlichter Modernität und konservativer Eleganz bezeichnen würde. Das Boxspringbett war hoch, sehr weich und mit tollen Kissen!

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Das TV hielt alle interessanten Sender sowie Sky bereit, dessen Ton in das Badezimmer übertragen wurde. Dieses war mit einer Badewanne ausgestattet, recht klein, aber durch große Spiegel nicht einengend. Von Kalk, Haaren oder gar Schimmel war weit und breit nichts zu sehen. Auf einer Metallschale standen für uns toll riechende Duschgele, Shampoo, Conditioner, Bodylotion und Wattepads zur Verfügung. Natürlich gab es auch einen Fön. Alles in Allem war das Zimmer top!

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Am Samstagmorgen stürmten wir das Frühstücksbuffet im Erdgeschoss, das bis 11 Uhr offen ist. Entweder nimmt man im Speisesaal Platz oder genießt die Morgensonne im angeschlossenen Wintergarten. Die Frühstückszeitung ist ein Service des Hauses. Das Angebot ist recht vielfältig: Brötchen-Variationen, eine kleine, aber feine Käse-Auswahl mit Feigensenf, einige Wurstsorten, Marmeladen, Früchte, Müsli, Rührei und Pancakes… Besondere Highlights: Viele Kaffeespezialitäten, Honig frisch von der Wabe, ungewöhnlichere Säfte und Sekt so viel man will ;). Für die Gluten- und Laktose-Intoleranten gibt es ein eigenes kleines Büffet. Wer am Ende immer noch nicht genug hat, kann sich einen Becher Nespresso, einen Müsli-Riegel oder Obst mitnehmen.

Frisch gestärkt ging es für uns danach im hoteleigenen Bademantel in den Spa-Bereich. Nachdem man sich auf Laufbändern und Crosstrainern in Form gebracht hat, kann man hier wunderbar entspannen. Im kleinen Pool kann man kurze Bahne ziehen, in Dampfbad und zwei Saunen schwitzen, im Whirlpool quirlen lassen, die Sonne auf der Terrasse genießen oder bei leiser Entspannungsmusik auf sehr bequemen Liegen drinnen entspannen. Kostenloses Zitronenwasser beugt der Dehydrierung vor und Äpfel sorgen für die Vitaminzufuhr. Da wir an diesem Tag meist die einzigen Gäste waren, erlebten wir hier einen ultimativ entspannenden Wellness-Tag!

fontana pullman_spa

Das Fontana Pullman Hotel Stuttgart ist unbedingt zu empfehlen und ich würde es immer wieder buchen. Einziger Wehrmutstropfen ist die Parksituation. Man kann in der hoteleigenen Tiefgarage zum Stundenpreis oder zum Tagesfestpreis von 16€ parken, was uns jedoch zu teuer war. An der Straße befinden sich aber günstigere, öffentliche Parkplätze.

Das Musical

Ich bin kein Musical-Neuling: „Les Miserables“ und „Jesus Christ Superstar“ habe ich zweimal gesehen, „Starlight Express“ fand ich toll und „Hair“ hat mich auch mitgerissen. All diese Musicals haben mir sehr gut gefallen, weshalb mein Anspruch an „Tarzan“ ziemlich hoch war. Mein Fazit ist leider etwas zwiespältig.

Veranstaltungsort ist das Stage Apollo Theater, das, wie der Name bereits vermuten lässt, ein mittelgroßes Theater und keine Musical- oder Mehrzweckhalle ist. Dies hat den Vorteil, dass man gerade bei einem so raumgreifenden Musical wie „Tarzan“ von überall sehr gut sieht. Wir saßen in der 10. Reihe recht weit vorne.

Was hat uns besonders gut gefallen? Das Bühnebild war toll! Hin und wieder fühlte man sich durch die grünen Projektionen und Hintergrundgeräusche wie z.B. Vogelgezwitscher in den Dschungel versetzt. Manch eine Szene wurde zudem aus ungewöhnlichen Perspektiven dargestellt, bei denen die Illusion perfekt war. Die Musik von Phil Collins ist auch in der deutschen Version wunderschön. Bei „Dir gehört mein Herz“ („You`ll be in my heart“) standen mir nicht nur einmal die Tränen in den Augen. Der eine mag die Musik kitschig nennen, ich fand sie ergreifend. Schade ist nur, dass gerade bei den schnelleren Liedern der Text wegen der ziemlich lauten Musik kaum zu verstehen war.

Die schauspielerische Leistung war insgesamt gut. Besonders hervor zu heben ist hierbei die Körperhaltung. Wenn die Schauspieler durch die Gorilla-Bewegungen Rückenschmerzen bekommen, überrascht es mich nicht. Die Affen-Kostüme hätten meiner Meinung nach noch überzeugender wirken können. Hier war die Illusion nicht sehr gut. Bewundernswert ist allerdings die akrobatische Leistung der Schauspieler. Sie schwingen singend und kopfüber an Lianen hängend über das Publikum hinweg oder schlagen Salti über die Bühne. Gerade diese Akrobatik ist es, was das Musical einzigartig macht. Nur so nebenbei: Der Vorteil von der 10. Reihe ist definitiv, dass man die Fitness von Tarzan dank Lendeschurz ganz wunderbar studieren kann… 😉

Grund dafür, dass ich das Musical nur bedingt weiter empfehlen kann, ist hingegen die Geschichte. Ich finde sie einfach nicht besonders mitreißend erzählt, einen geschichtlichen Höhepunkt und ein ergreifendes Ende habe ich ganz arg vermisst. Humorvolle oder besonders romantische Momente waren Mangelware. Wer aber die Geschichte von „Ich Tarzan, Du Jane“ liebt, wird auch vom Musical begeistert sein.

Meine lieben Reisenden,

ich lege Euch ein Musical-Wellness-Wochenende in Stuttgart mit „Tarzan“ und dem Fontana Pullman Hotel ans Herz. Ihr werdet ein unterhaltsames und entspannendes Wochenende verbringen, das wie im Nu verfliegen wird. Aaaaaahiiiaaaaaahhhhh!

 

Caro

Ein Kommentar zu “Tarzan im Schwabenländle

  1. Pingback: Nerdfriendly: Fontana Pullman Hotel in Stuttgart | blindfoldwindows

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