Auf Reisen/Caro Columna/Unterwegs/USA

„Italiener“ in New York Part 2

Momentchenmal Ihr lieben Hungrigen,

für Diejenigen, die auf Amici 36 verzichtet oder ihn überlebt haben, gibt es heute den versprochenen Bericht zum zweiten „italienischen“ Restaurant in New York:

Eataly

http://www.eataly.com/

200 5th Avenue

Eataly beschreibt sich selbst als Gourmet-Italiener, der neben Chicago ebenfalls in Little Italy/Manhattan vertreten ist. Auch hier findet Ihr ein Lebensmittelgeschäft mit Restaurantbetrieb: Ihr könnt auf großer Ladenfläche hochwertige italienische Produkte kaufen und wenn Euch der Hunger überkommt, sie vor Ort zubereitet an Theken und Tischen verspeisen. Verkocht wird nach eigener Aussage nur das, was verkauft wird.

eataly

Wenn Ihr so vor dem Flatiron Building steht, gehts rechts in den italienischen Gourmet-Tempel.

Wir waren an einem Mittwochabend wie unzählige New Yorker in ihrem Feierabend hier. Es war so crowded! Will man eine Sitzplatz haben, muss man sich an einem der Schalter im Getümmel anmelden. Da die Tischgruppen verschiedenen Menüs zugeordnet sind, muss man sich bereits hier auf ein Menü (Seafood, vegetarisches Essen, Pizza, Steak…) einigen und sich zu dem entsprechenden Schalter begeben. Dort gibt man die Personenzahl, Namen und Handynummer an. Wird ein Tisch frei, wird man per SMS benachrichtigt. Sehr innovative Idee! Wir mussten auf unseren Tisch eine dreiviertel Stunde warten, die wir an einem Stehtisch mit Bier, Cola und Wein überbrückten. Die Getränkepreise sind eher gehoben: Das günstigste Bier war für 7$ und das Glas Wein für 12$ zu haben.

Als wir endlich an unserem Tisch im Bereich Verdure saßen, erlitt ich eine herbe Enttäuschung: Ich hatte so einen Heißhunger auf vegetarische Pizza und dachte mir, dass ich damit im Bereich Verdure nicht ganz falsch sein könnte. Doch dort stehen nur vegetarische Antipasti, ein handvoll Hauptgerichte wie Pasta und Risotti und Salate zur Auswahl. Laut Kellner sei es nicht möglich vegetarische Pizza zu bestellen. Wenn wir darauf bestehen würden, müssten wir auf einen Tisch im Pizza-Bereich warten. Dieses unflexible Prinzip passt weder zu den USA, wo der zahlende Kunde König ist, noch zu Italien, wo man sich mit der großen Familia sicherlich nicht auf ein Essen einigen könnte. So bestellten wir einen Salat und ein Erbsenrisotto, das beides sehr gut geschmeckt hat und von der Menge gerade so ausreichend war. Zusammen bezahlten wir 31$. Auf den anderen Tellern konnte ich sehr appetitlich hergerichtete Essen sehen und die aushängenden Tafeln empfohlen vielversprechende Gerichte mit zum Teil exklusiven Zutaten.

Während des Essens war die Bedienung sehr aufmerksam, brachte häufig Ciabatta nach und schenkte uns immer wieder Wasser ein.

Die Stimmung war unterdessen sehr belebt: Wie gesagt sind hier unheimlich viele Menschen, die sich an Stehtischen tummeln und sich durch die Gänge an den Tischen vorbei schieben. Mir persönlich war es ein wenig zu unruhig, ein Anderer mag das gerade mögen.

Wenn Ihr feines italienisches Essen mit guten Weinen mögt, seid Ihr hier genau richtig. Allerdigs müsst Ihr Euch in der Gruppe auf ein Menü einigen und bereit sein, etwas tiefer als in anderen Delis ins Portemonnaie zu greifen.

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