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NYC, ich komme! Tipps zur Einreise.

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Wenn man heutzutage eine Fernreise machen will, wird sich gern für die USA entschieden. Sicherlich mit am beliebtesten ist dabei New York. Kein Wunder: Ist die Stadt doch weltbekannt und in den Medien allgegenwärtig. Hier shoppen die Mädels von „Sex and the City“, Max und Caroline verkaufen als „2 broke Girls“ ihre homemade Cupcakes und Ted Mosby erzählt , how he met your mother. So hat wahrscheinlich jeder von uns ein Bild von New York und möchte die Stadt näher kennen lernen.

Während wir heute nach New York zum Sightseeing und Shoppen kommen, hatten unsere Vorfahren ab Mitte des 19. Jhs. noch ganz andere Beweggründe. Hauptsächlich wirtschaftliche Missstände sorgten für eine Auswanderungswelle aus Europa. Die Reise dauerte mehrere Wochen, die man im besten Fall einigermaßen unbeschadet überstand (nicht nur Passagiere, die ein Ticket für ein Schiff namens „Titanic“ gelöst hatten, kamen nicht an…). Die Allermeisten von Ihnen betraten mit ihren Habseligkeiten das erste Mal amerikanischen Boden in New York, besser gesagt auf Ellis Island. Hier wurden sie auf ihre Eignung als neue Bürger hin untersucht. Wer krank war, die falsche politische Einstellung hatte, als unverheiratete Frau keine Erlaubnis des Vaters hatte, zu klein oder vermeintlich zu dumm war, konnte den Heimweg antreten. Nur dies konnten leider die meisten nicht, weil ihr gesamtes Vermögen für die Hinreise ausgegeben worden war. So setzten leider nicht wenig abgelehnte Reisende vor Ort ihrem Leben ein Ende.

War die Reise damals eine sehr ernste Angelegenheit, so hat sie zwar heute für Geschäftsleute immer noch wirtschaftliche, aber längst keine lebenswichtigen Gründe und für die meisten ist sie reines Vergnügen. Da kommt es allen entgegen, dass täglich zig Flüge New York in knapp neun Stunden erreichen. Man hat die Auswahl zwischen zahlreichen Fluglinien und Flughäfen. Ich habe mich für die Lufthansa ab Düsseldorf International Airport entschieden. Gründe hierfür waren ganz persönlicher Art: Abflug um 12.15 Uhr; Düsseldorf von Bonn aus mit dem Regionalverkehr in einer knappen Stunde zu erreichen; Preis war mit knapp 600,- € im Vergleich relativ günstig. Apropos Preis: Heutzutage will Jeder sparen. Geiz ist geil, so war das doch, oder? Und genau darauf sind wir auch angesprungen. So haben wir wochenlang die Preise verglichen http://www.kayak.de/. Mal war der eine Flug günstiger, mal der andere. Wollten wir gerade buchen, warnte uns der Preisalarm, dass der Preis in der nächsten Zeit sehr wahrscheinlich nochmal sinken werde. Und so verglichen wir weiter. Doch irgendwann muss man sich entscheiden. Wir haben schließlich drei Monate vor Reisebeginn gebucht und danach nie wieder den Preis verglichen! 😉

Unsere Erfahrung mit Lufthansa ist insgesamt positiv. Dank Online-Check-in am Tag zuvor konnten wir direkt unser Gepäck aufgeben. Pro Person ohne Zuzahlung sind erlaubt: 1 Koffer à 23kg, ein Handgepäck à 8kg und ein persönlicher Gegenstand (Handtasche, Laptoptasche u.ä.). Abflug sollte um 12.15 Uhr sein, doch die Brandmelder im Gepäckraum funktionierten nicht (ärgerlich, aber beruhigend zu wissen, dass sie gewartet werden). So verschob sich unser Abflug um drei Stunden. Doch das Krisenmanagement funktionierte ganz gut und von einem Verzehrgutschein über 7,- € konnten wir uns eine kleine Erfrischung kaufen. An Bord wurde direkt das Bordprogramm gecheckt: Zum Teil aktuelle, oscar-prämierte Filme, TV-Serien und Musikalben individuell abrufbar. Es gab Mittag- und Abendessen. Ich als Vegetarier hatte ein vegetarisches Menü bei der Buchung vorbestellt. Im Gegensatz zu Condor war dies ohne Aufpreis möglich. Das Beste überhaupt aber war, dass die Nudeln mit Pesto sogar recht lecker waren. Zum Abendessen gab es ein „Sandwich“ (Brot mit Margarine und zwei Scheiben Gurke und Tomate – nicht so dolle…). Zu jeder Mahlzeit gab es diverse Softdrinks, Wasser und Weine. Nach dem Essen konnte man sich einen Bailey`s genehmigen. Das Servicepersonal war freundlich und da unser Flug nicht ausgebucht war, konnten wir uns auch mal lang machen. Davon konnten unsere Vorfahren nur träumen!

In New York gelandet, kommt der eigentlich spannende Teil. Die Border-Control! Hier kommt dann doch bei dem ein oder anderen eine 19.Jh.-Stimmung auf. Denn dort sitzen Beamte, die darüber entscheiden, ob du in die USA einreisen darfst oder eben nicht. Was benötigst du bei der Einreise?

1. Nerven! Die USA sind nicht daran interessiert Menschen ohne Geld und Job, mit seucheninfiziertem Obst und Gemüse und/oder mit terroristischen Absichten ins Land zu lassen und das lässt der Beamte einen auch gerne merken. Dreimal habe ich dies nun schon über mich ergehen lassen und zweimal habe ich Blut und Wasser geschwitzt.

2. Antworten! Warum kommen Sie in die USA? Wie lange bleiben Sie? Wo halten Sie sich auf? Haben Sie Obst bei sich? Wie lange bleiben Sie nochmal? Was arbeiten Sie denn in Deutschland? Was verdienen Sie (ja, tatsächlich…)? Reisen Sie allein? Diese Fragen stellt Ihr Euch bitte in einem nicht allzu freundlichen Ton gerne mit Gettho-Slang vor.

3. Dich! Du wirst nämlich aufgefordert deine „four fingers“ und danach deinen „thumb“ scannen zu lassen. Dann wirst du fotografiert (Brillenträger bitte ohne „glasses“). Nun haben die Amerikaner neben deinen Emails auch deinen Körper. So läuft es nun mal! 😉

4. ESTA! https://esta.cbp.dhs.gov/esta/ Mit der Reisegenehmigung des Electronic System for Travel Authorization des U.S. Departements der Homeland Security können wir Deutsche zwei Jahre lang visafrei in die USA einreisen. Solange Ihr jede Frage beim Antrag mit „nein“ beantwortet, wird dem Antrag in der Regel innerhalb weniger Tage, zumeist quasi sofort statt gegeben.

Hat der Beamte nach Allem nichts zu meckern, kriegst du den begehrten „admitted“-Stempel.

Bild

Nun darfst du rein, aber willkommen fühlst du dich wahrscheinlich erst mal nicht. Egal! Unfreundlichkeit gehört anscheind zum Job des Beamten und so bleibt mir nur noch zu sagen:

Have a great time in the USA!

Caro

4 Kommentare zu “NYC, ich komme! Tipps zur Einreise.

    • Hello!
      Freut mich, dass Dir mein Bericht gefällt und Dir im besten Fall auch etwas hilft! Da ich nun „erst“ seit anderthab Wochen hier bin, sammel ich im Moment auf meinen Streifzügen noch Do`s und Dont`s und werde sie nach und nach hier veröffentlichen. Also: Dabeibleiben lohnt sich!
      Ich wünsche Dir auf jeden Fall jetzt schonmal einen wunderschönen Aufenthalt in NYC.
      Caro

  1. Hi Caro, die Welt wird immer kleiner.
    Ab sofort lese ich treu deine Berichte…da wird ja zur gleichen Zeit in NY sein werden:-)
    Finde ich echt lustig.
    Vor der Einreise habe ich bisher echt nur so gruselige Geschichten gehört….schade eigentlich, das man nicht mit soviel Freude empfangen wird.
    Also viel Spaß beim erkunden und fleißigen Posten.
    Dorothee

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